|
Programm 2010:
Bilder-Netze – Netz-Bilder
Als Forum für zeitgenössische
und avantgardistische Kreativität führt der Kunstraum Kreuzlingen
jährlich fünf kuratierte monographische Ausstellungen mit
KünstlerInnen aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland durch.
Im <Tiefparterre>, dem Kellergeschoss des Kunstraums, steht eine
Plattform für elektronische Künste und experimentelle Projekte
aus dem Forschungsbereich der Kunst zur Verfügung.
Der Kunstraum Kreuzlingen lädt mit seinem Hauptprogramm
des Jahres 2010 als eine der ständigen Aktivitäten der Thurgauischen
Kunstgesellschaft zu Arbeiten und Projekten ein, die exklusiv
für die Räumlichkeiten entwickelt werden.
Programmidee im Jahr 2010 ist die künstlerische
Auseinandersetzung des Vernetzens von Bildern unterschiedlichster Provinienz.
Ausstellungen November bis Dezember 2010
Kunstraum

Urs Frei
Die Arbeiten von Urs Frei (Zürich) sind weder als
Metaphern zu bezeichnen, noch eignet ihnen ein latenter Inhalt. Vielmehr
sind es Arbeiten, die nicht mehr, aber auch nicht weniger als ihr eigenes
Arbeiten sind und damit Zeugen der spezifischen (Kunst-)Produktion des
Künstlers.
Frei schliesst die Realität der Produktion, des Materials, des
Entstehungsortes mit derjenigen des Kunstwerks kurz und lässt die
Einordnung von Kunst als individuellem, zweckfreien Tun genauso implodieren
wie jene, seine Aktivitäten als Kunst zu bezeichnen. Das Schaffen
von Frei funktioniert also nicht über ideelle Codes, sondern über
materielle Prozesse und durchkreuzt damit radikal gängige Zuschreibungen
und Territorialisierungen der Kunst.
Tiefparterre
Zimoun
Die Arbeiten von Zimoun reichen von Fotografie, bildender
Kunst über Installationen, Performance bis hin zu Musik und deren
Randbereiche. Dabei bilden die Forschung an Raum, Struktur, Form und
Leere, der behutsame Umgang mit Materialien sowie die Arbeit mit alltäglichen
Phänomenen und Gegebenheiten einen zentralen Aspekt seiner Werke.
Basis der meist begehbaren installativen Arbeiten ist die Arbeit mit
unter Vibrationen gesetzten und dadurch zum Klingen gebrachten Materialien
und eine damit verbundene Forschung an Klang, Material, Resonanzeigenschaften
und generativen Systemen.
Den Schwerpunkt bildet das Kreieren von organisch-lebendigen Klangräumen,
welche wie ein Gebäude betreten und erkundet werden können.
Vorschau 2011:
Kunstraum
Judith Villiger
Tiefparterre
Peter Aerschmann
Der urbane Alltag mit seinen stets wiederkehrenden Abläufen
und Rhythmen ist der Fundus des Bildmaterials von Peter Aerschmann (Bern).
Für seine konstruierten Wirklichkeiten löst der Künstler
seine Motive wie zum Beispiel Menschen, Strassen, Fahrzeuge aus ihrem
Kontext, um sie anschließend zu neuen Sequenzen zusammen zu fügen.
Mittels Loop entstehen unablässig sich wiederholende Abläufe,
die in die Loslösung der Motive von Zeit und Raum münden.
Die dadurch entstehenden Räume und Welten changieren zwischen Realität
und Fiktion, um auf teils melancholische, teils ironische Weise von
der Unabänderlichkeit des Seins zu künden.
|